Wenn der erste leichte Frost die Blätter der Dahlien schwärzt, holen Sie die Knollen aus dem Beet. Graben Sie sie an einem trockenen Tag vorsichtig aus, lassen Sie sie abtrocknen und lagern Sie sie anschließend kühl, frostfrei und luftig bis zum Frühjahr.
Wann holen Sie Dahlien aus dem Beet?
Dahlien stammen aus frostfreien Regionen und überstehen unsere Winter im Gartenboden gewöhnlich nicht. Der richtige Zeitpunkt zum Ausgraben ist gekommen, wenn das Laub nach einem ersten leichten Frost deutlich geschädigt ist. Ein kurzer Frost mit Temperaturen um den Gefrierpunkt gibt das Signal, die Knollen aufzunehmen. Warten Sie nicht, bis der Boden durchgefroren ist oder mehrere kalte Nächte die Knollen erreichen.
Bleibt der Herbst mild, können Dahlien noch einige Zeit im Beet stehen. Die Pflanze zieht dann weiter Kraft in ihre unterirdischen Speicherorgane. Für das Ausgraben brauchen Sie jedoch keinen festen Kalendertag. Achten Sie auf das Wetter und wählen Sie einen trockenen, frostfreien Tag. Nasse Erde haftet stark an den Knollen und erhöht das Risiko, dass beim Reinigen Verletzungen entstehen.
Schneiden Sie die oberirdischen Stängel zunächst auf etwa 5 bis 10 Zentimeter zurück. Beschriften Sie Sorten am besten, bevor Sie die Knollen bewegen. Ein wetterfestes Etikett mit Blütenfarbe oder Sortenname verhindert, dass Sie die Gruppen im Frühjahr verwechseln. Wer verschiedene Farben plant, kann beim Einordnen auch den künftigen Pflanzplatz notieren. Hinweise zum passenden Zeitpunkt für das erneute Setzen finden Sie im Ratgeber zum Dahlien pflanzen.
Wie graben Sie die Knollen aus und lassen sie richtig abtrocknen?
Stechen Sie mit einer Grabegabel in ausreichendem Abstand zum Stängel in den Boden. Lockern Sie die Erde rund um die Pflanze und heben Sie den Knollenstock von unten an. Ziehen Sie nicht am alten Stängel, denn die Verbindung zwischen Stängel und Knollen kann leicht brechen. Legen Sie den Stock auf die Erde und schütteln Sie grobe Erdklumpen vorsichtig ab.
Die Knollen müssen nicht blank gewaschen werden. Feuchte Erde lässt sich nach dem Antrocknen meist leichter abbürsten. Entfernen Sie beschädigte, matschige oder stark angefaulte Teile mit einem sauberen, scharfen Messer. Gesundes Gewebe ist fest und hell. Schneiden Sie großzügig bis ins gesunde Gewebe zurück und lassen Sie die Schnittstellen anschließend offen abtrocknen.
Zum Trocknen legen Sie die Knollen an einen geschützten, luftigen Ort. Eine Kiste, ein Gitterrost oder mehrere Lagen Zeitungspapier eignen sich als Unterlage. Direkte Heizungswärme und pralle Sonne sind ungeeignet, weil die Knollen dadurch zu schnell austrocknen können. Je nach Größe und Feuchtigkeit haften noch einige Tage Erdkrümel an den Wurzeln. Erst wenn die Oberfläche trocken ist, kommt der Knollenstock ins Winterlager.
- Stängel auf 5 bis 10 Zentimeter einkürzen und Sorten beschriften.
- Knollen mit der Grabegabel mit Abstand zum Stängel lockern und anheben.
- Grobe Erde abschütteln, verletzte Stellen prüfen und faule Teile entfernen.
- Die Knollen an einem luftigen, geschützten Platz vollständig abtrocknen lassen.
Ein häufiger Fehler ist, Dahlien direkt nach dem Ausgraben in eine geschlossene Plastiktüte zu legen. Dort sammelt sich Kondenswasser, und die Knollen beginnen leicht zu faulen. Auch das Waschen mit anschließendem Einlagern ohne Trockenphase ist riskant.
Worin lagern Dahlienknollen am besten?
Das Winterquartier soll frostfrei, dunkel und kühl sein. Bewährt hat sich eine Temperatur von 4 bis 8 Grad Celsius. Ein trockener Keller, eine unbeheizte, aber frostfreie Garage oder ein passender Nebenraum kommen infrage. Das Lager darf nicht so warm sein, dass die Knollen früh austreiben, und nicht so kalt, dass sie Frost abbekommen.

Geben Sie die trockenen Knollen in eine Kiste und betten Sie sie in ein lockeres, trockenes bis leicht feuchtes Medium. Geeignet sind beispielsweise trockener Sand, Torfersatz oder feine Holzspäne. Das Material soll die Knollen umgeben, aber nicht nass sein. Bei großen Knollenstöcken kann eine Lage zwischen den einzelnen Gruppen helfen. Lassen Sie etwas Abstand, damit Luft zirkulieren kann.
Eine Kiste aus Holz oder Pappe ist meist besser geeignet als ein luftdicht verschlossener Behälter. Eine lose aufgelegte Abdeckung schützt vor Staub, ohne die Luftzufuhr vollständig zu unterbinden. Stellen Sie die Kiste nicht direkt auf einen kalten Betonboden. Eine Holzplatte oder ein Regal hält sie trocken und erleichtert die Kontrolle.
| Lagerweise | Geeignet für | Wichtig zu beachten |
|---|---|---|
| Kiste mit Sand | Ganze Knollenstöcke oder Teilstücke mit intaktem Wurzelhals und mindestens einer Knospe | Sand höchstens leicht feucht halten, Nässe vermeiden |
| Kiste mit Holzspänen | Trockene, gut abgetrocknete Knollen | Locker einfüllen und für Luftaustausch sorgen |
| Kiste mit Torfersatz | Größere Bestände | Das Medium darf weder staubtrocken noch nass sein |
| Topf mit Pflanze | Dahlien, die im Gefäß wachsen | Topf frostfrei, kühl und fast trocken aufstellen |
Die Knollen sollten während der Lagerung nicht luftdicht verpackt sein. Ist das Medium sehr trocken und beginnen die Knollen stark zu schrumpfen, können Sie es sparsam anfeuchten. Gießen Sie kein Wasser über die Knollen und machen Sie das Lager nicht feucht. Zu viel Nässe schadet meist schneller als eine leichte Faltenbildung.
Wie kontrollieren Sie Dahlien im Winter?
Kontrollieren Sie die Kiste einmal im Monat. Prüfen Sie dabei, ob einzelne Knollen weich werden, unangenehm riechen oder Schimmel zeigen. Entfernen Sie betroffene Stücke sofort, damit sich Fäulnis nicht auf gesunde Knollen ausbreitet. Trockene, feste Wundstellen ohne Anzeichen von Fäulnis lassen Sie unverändert. Schneiden Sie nur klar begrenzte Faulstellen bis ins gesunde Gewebe heraus und lassen Sie die Schnittflächen vor dem erneuten Einlagern abtrocknen. Stark befallene Knollenstöcke entsorgen Sie.
Schrumpfen die Knollen stark, liegt das Lager möglicherweise zu warm oder die Luft ist zu trocken. Prüfen Sie zuerst die Temperatur. Eine leicht angepasste Feuchtigkeit im Sand oder Torfersatz kann helfen. Sind die Knollen dagegen weich und feucht, stellen Sie sie vorübergehend luftiger und sortieren Sie das nasse Material aus. Weiche oder faulige Knollen gehören nicht zurück in die Kiste.
Frühe Triebe im Winter sind ein Zeichen für einen zu warmen Standort oder zu viel Licht. Kurze Triebe können Sie vorsichtig entfernen, sofern die Knolle fest bleibt. Suchen Sie anschließend einen kühleren, dunkleren Platz. Kontrollieren Sie auch die Etiketten, bevor sich die Gruppen vermischen.
Wie treiben Sie Dahlien im Frühjahr aus und was gilt für Topfdahlien?
Zum Vortreiben nehmen Sie die Knollen im März oder April aus dem Lager und prüfen sie auf Schäden. Entfernen Sie vertrocknete Wurzelreste und schneiden Sie weiche Stellen aus. Setzen Sie die Knollen in einen Topf mit lockerer Erde, wobei der alte Stängelansatz nach oben zeigt. Bedecken Sie sie zunächst nur wenige Zentimeter mit Erde und stellen Sie das Gefäß hell und frostfrei auf.
Bei mäßiger Wärme treiben Dahlien langsam aus. Gießen Sie anfangs zurückhaltend und erhöhen Sie die Wassermenge erst, wenn sich deutliche Triebe und Blätter entwickeln. Zu nasse Erde bei noch ruhenden Knollen führt leicht zu Fäulnis. Lange, blasse Triebe entstehen, wenn es zu warm und zu dunkel ist. Ein heller, kühler Platz ergibt kompaktere Pflanzen.
Ins Freie kommen vorgezogene Dahlien erst, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Gewöhnen Sie die Pflanzen schrittweise an Sonne und Wind. Für das Beet sollte der Boden abgetrocknet und erwärmt sein. Weitere Hinweise zur Planung der Frühlingspflanzung bietet der Beitrag zum richtigen Zeitpunkt zum Staudenpflanzen.
Wie überwintern Dahlien im Topf?
Dahlien im Topf können Sie im Gefäß überwintern, wenn der Topf an einen frostfreien Platz passt. Schneiden Sie die Stängel nach dem ersten leichten Frost zurück und entfernen Sie welke Pflanzenteile. Lassen Sie die Erde zunächst abtrocknen und stellen Sie den Topf danach kühl, dunkel und luftig auf. Eine Temperatur von 4 bis 8 Grad Celsius ist auch hier ein brauchbarer Richtwert.
Im Winter wird kaum gegossen. Prüfen Sie gelegentlich, ob die Erde vollständig staubtrocken ist, und geben Sie dann nur wenig Wasser. Der Topf muss einen guten Ablauf haben, damit sich keine Nässe am Boden sammelt. Im Frühjahr stellen Sie ihn heller, erhöhen die Wassergaben langsam und teilen oder verpflanzen die Knollen bei Bedarf. Sobald die jungen Pflanzen kräftig sind und die Nächte frostfrei bleiben, können sie nach einer kurzen Gewöhnungszeit wieder nach draußen.
