Letzter Beitrag: 2. Oktober 2026247 Artikel2 RubrikenKontakt
Garten

Geranien überwintern: So bleiben Pelargonien gesund

Geranien in Töpfen stehen an einem hellen, kühlen Platz für die Überwinterung.

Wenn die Nächte kühler werden, sollten Sie Geranien, botanisch Pelargonien, rechtzeitig ins Haus holen. Spätestens vor dem ersten Frost brauchen die frostempfindlichen Pflanzen einen geschützten Platz, damit sie gesund durch die kalte Jahreszeit kommen.

Wann holen Sie Geranien ins Haus?

Geranien stammen aus dem südlichen Afrika und vertragen keinen Frost. Ein kurzer Kälteeinbruch kann bereits Blätter und Triebe schädigen, auch wenn die Pflanzen tagsüber noch kräftig blühen. Warten Sie deshalb nicht auf die erste kalte Nacht, sondern beobachten Sie die Wettervorhersage. Sinkt die Temperatur regelmäßig unter etwa 8 bis 10 Grad Celsius, ist der Zeitpunkt für den Umzug ins Winterquartier gekommen. Im Rhein-Main-Gebiet kann das je nach Lage und Wetter oft im Laufe des Herbstes sein, in geschützten Innenhöfen etwas später, in freien Lagen früher.

Bevor Sie die Töpfe hereinholen, kontrollieren Sie Blätter, Triebe und die Oberfläche der Erde. Entfernen Sie welke Blüten und gelbe Blätter. Sitzen Blattläuse, Weiße Fliegen oder andere Schädlinge an der Pflanze, sollten Sie sie vor dem Einräumen abstreifen oder abbrausen und einige Tage getrennt von anderen Zimmerpflanzen aufstellen. So tragen Sie möglichst wenig Ungeziefer ins Haus.

Wie bereiten Sie Pelargonien auf die Winterruhe vor?

Die Vorbereitung hängt davon ab, ob die Pflanzen hell stehen, im Keller ruhen oder über Stecklinge weitergeführt werden. Für alle Varianten gilt: Der Topf sollte sauber sein, überschüssiges Wasser muss ablaufen können und kranke Pflanzenteile gehören entfernt. Düngen Sie ab dem Einräumen nicht mehr, denn während der Ruhezeit benötigt die Pflanze kaum Nährstoffe.

  1. Schneiden Sie lange, weiche und beschädigte Triebe zurück. Für die dunkle Lagerung dürfen die kräftigen Triebe auf 10 bis 15 Zentimeter gekürzt werden.
  2. Entfernen Sie Blüten, Blätter mit Flecken und alles, was abgestorben ist. Gesundes Laub kann bei einem hellen, kühlen Standort zunächst an der Pflanze bleiben.
  3. Lassen Sie die Oberfläche des Ballens leicht abtrocknen, bevor Sie die Geranie ins Quartier stellen. Nass eingewinterte Pflanzen faulen leichter.
  4. Prüfen Sie die Töpfe in den folgenden Tagen noch einmal auf Schädlinge und Schimmel, bevor sie dauerhaft neben anderen Pflanzen stehen.

Ein starker Rückschnitt ist vor allem bei der Kellerüberwinterung sinnvoll. Bei hellen Pflanzen können Sie zunächst zurückhaltender schneiden und im Frühjahr nacharbeiten. Sehr dünne, vergeilte Triebe wachsen unter ungünstigen Lichtverhältnissen ohnehin schwach weiter und werden später besser entfernt.

Welche Methode eignet sich zum Überwintern von Geranien?

Geranien lassen sich auf drei verbreitete Arten überwintern. Welche Variante passt, hängt vom vorhandenen Platz, vom Licht und davon ab, wie viele Pflanzen Sie erhalten möchten. Ein kühler Raum mit Fenster ist meist pflegeleicht, die dunkle Kellerlagerung spart Platz. Stecklinge eignen sich, wenn Sie kleine Jungpflanzen statt großer Töpfe durch den Winter bringen möchten.

Eine Geranie wird vor dem Überwintern mit einer sauberen Schere zurückgeschnitten.
MethodeStandort und TemperaturVorbereitungPflege im Winter
Hell und kühlHeller Platz bei 5 bis 10 °CLeicht zurückschneiden, Blätter zunächst belassenSparsam gießen, regelmäßig auf Schädlinge prüfen
Dunkel im KellerDunkler, frostfreier Raum bei etwa 5 bis 10 °CStärker zurückschneiden, Laub weitgehend entfernenSehr wenig gießen, Ballen nicht dauerhaft nass halten
Als StecklingeHeller Platz bei etwa 15 bis 18 °CGesunde Triebspitzen schneiden und in Anzuchterde setzenSubstrat leicht feucht halten, später kühler stellen

Bei der hellen Methode bleiben Geranien länger belaubt und können bei ausreichendem Licht langsam weiterwachsen. Ein ungeheiztes Treppenhaus, ein heller Kellerraum oder ein kühler Wintergarten sind geeignete Plätze. Direkte warme Heizungsluft und große Temperatursprünge bekommen den Pflanzen dagegen schlecht.

Für die dunkle Überwinterung schneiden Sie die Pflanzen zurück, entfernen das Laub und stellen sie in einen kühlen, frostfreien Keller. Die Erde darf zwischen den Wassergaben fast trocken werden, der Wurzelballen aber nicht vollständig austrocknen. Kontrollieren Sie die Triebe regelmäßig: Weiche, dunkle Stellen und muffiger Geruch können auf Fäulnis hinweisen. Schneiden Sie faulende Pflanzenteile mit einer sauberen Schere heraus.

Stecklinge schneiden Sie am besten von kräftigen, gesunden Trieben. Die etwa 8 bis 10 Zentimeter langen Stücke sollten unterhalb eines Blattknotens geschnitten werden. Entfernen Sie die unteren Blätter, stecken Sie die Triebe in lockere Anzuchterde und drücken Sie das Substrat vorsichtig an. Bis zur Wurzelbildung brauchen sie einen hellen Platz ohne pralle Mittagssonne und gleichmäßige, geringe Feuchtigkeit. Eine geschlossene Plastiktüte ist nicht nötig, da sich darunter schnell Pilze bilden können.

Wie gießen und pflegen Sie Geranien im Winter?

Im Winter ist zu viel Wasser die häufigste Ursache für Probleme. Bei niedrigen Temperaturen verdunstet wenig Feuchtigkeit, zugleich arbeiten die Wurzeln langsamer. Gießen Sie deshalb erst, wenn die obere Erdschicht trocken ist, und geben Sie jeweils nur so viel Wasser, dass der Ballen nicht völlig austrocknet. Untersetzer sollten Sie nach dem Gießen leeren. Staunässe führt bei kühlen Temperaturen schnell zu Wurzelfäule.

Hell stehende Geranien brauchen etwas häufiger Wasser als stark zurückgeschnittene Pflanzen im dunklen Keller. Prüfen Sie die Erde mit dem Finger, statt nach einem festen Kalender zu gießen. Hängende oder leicht schrumpelige Blätter sind bei einer kühlen Ruhephase kein Grund für tägliches Nachgießen. Entfernen Sie abgefallene Blätter vom Boden und lüften Sie den Raum gelegentlich, ohne die Pflanzen einem kalten Durchzug auszusetzen.

Während der Winterruhe wird nicht gedüngt. Kontrollieren Sie etwa alle zwei Wochen die Blattunterseiten und die Triebe. Kleine Gespinste, klebrige Beläge oder helle Punkte können auf Schädlinge hindeuten. Befallene Pflanzen stellen Sie abseits, wischen die betroffenen Stellen ab und behandeln sie bei Bedarf mit einem für Zierpflanzen geeigneten Mittel nach Gebrauchsanweisung. Stark befallene oder faulende Pflanzenteile schneiden Sie mit einer sauberen Schere heraus.

Wann dürfen Geranien wieder nach draußen?

Ab Februar oder März können Sie die Pflanzen langsam aus der Ruhephase holen. Stellen Sie sie zunächst heller und etwas wärmer, erhöhen Sie die Wassermenge vorsichtig und schneiden Sie abgestorbene oder sehr lange Triebe zurück. Sobald neue Blätter erscheinen, können Sie mit schwacher Düngung beginnen. Bei Stecklingen ist frischer Austrieb allein noch kein sicherer Nachweis für die Bewurzelung; sichtbare Wurzeln an den Abzugslöchern sind ein zuverlässigeres Zeichen.

Ins Freie ziehen Geranien erst, wenn nach den letzten Nachtfrösten keine kritischen Temperaturen mehr angekündigt sind. Gewöhnen Sie die Pflanzen über mehrere Tage an Sonne und Wind, indem Sie sie zunächst geschützt und nur stundenweise hinausstellen. Direkte Sonne auf frisch aus dem Keller geholte Pflanzen kann zu Blattverbrennungen führen. Hinweise zum passenden Zeitpunkt finden Sie auch im Ratgeber, wann Sie Pflanzen wieder nach draußen stellen können.

Vor dem endgültigen Ausräumen prüfen Sie den Wurzelballen, tauschen stark verdichtete Erde aus und setzen die Geranie bei Bedarf in frisches Substrat. Wenn Sie neue Pflanzen ergänzen möchten, hilft der Beitrag zum richtigen Zeitpunkt für Geranien. Danach dürfen die Pelargonien wieder an ihren vorgesehenen Platz und erhalten mit zunehmendem Wachstum regelmäßig Wasser und Dünger.

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